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Automatisierung

Welche Prozesse lassen sich im KMU sinnvoll automatisieren?

Nach einer Freigabe eine Aufgabe anlegen, einen Status übertragen oder eine Erinnerung auslösen: Solche Schritte lassen sich automatisieren, wenn die Bedingungen eindeutig sind. Die eigentliche Arbeit beginnt bei den Ausnahmen. Eine brauchbare Automatisierung muss erkennen lassen, was erledigt wurde, was fehlt und wer bei einer Störung übernimmt.

Laptop neben sortierten Vorgangskarten auf einem Arbeitsplatz zur Planung einer Prozessautomatisierung.
Illustratives Motiv, mit Higgsfield KI-generiert.

Regelmäßigkeit allein reicht als Auswahlkriterium nicht

Ein geeigneter Ablauf hat einen erkennbaren Auslöser und überprüfbare Regeln. Ein freigegebener Auftrag kann zum Beispiel eine Aufgabe für die Vorbereitung erzeugen. Eine unvollständige Bestellung kann zur Klärung zurückgehen. Dagegen lässt sich die Frage, ob eine ungewöhnliche Kundenforderung wirtschaftlich sinnvoll ist, selten durch eine einfache Wenn-dann-Regel beantworten.

Sammeln Sie vor der Umsetzung die bekannten Abweichungen. Welche Felder fehlen? Welche Kunden benötigen einen Sonderweg? Wann darf die Bearbeitung nicht weiterlaufen? Automatisieren Sie zunächst den klar beschriebenen Normalfall und geben Sie Ausnahmen an eine benannte Rolle. Legen Sie dafür einen sichtbaren Bearbeitungsstatus fest. Ein Vorgang darf weder unbemerkt verschwinden noch wegen eines fehlenden Feldes dauerhaft in einer technischen Warteschlange liegen.

Den Übergabepunkt zwischen den Programmen prüfen

Beginnen Sie mit vorhandenen Funktionen der Fachsoftware. Kann sie den gewünschten Folgeschritt bereits auslösen, ist womöglich keine zusätzliche Verbindung nötig. Andernfalls prüfen Sie eine dokumentierte Schnittstelle. Dabei geht es um konkrete Aktionen: Kann ein Datensatz nur gelesen werden oder auch geändert? Wird die erfolgreiche Übernahme bestätigt? Welche Mengen und Berechtigungen sind vorgesehen?

Eine Bedienung über Bildschirmklicks kommt in Betracht, wenn ein geeigneter Datenaustausch fehlt. Sie hängt jedoch von der jeweiligen Oberfläche ab. Geänderte Dialoge oder zusätzliche Anmeldeschritte können eine Anpassung erfordern. Lassen Sie sich deshalb einen realen Ablauf einschließlich einer Unterbrechung zeigen. Der niedrigere Aufwand für den ersten Aufbau ist wenig aussagekräftig, solange die spätere Wartung ungeklärt bleibt.

Fehler behandeln und doppelte Ausführung verhindern

Microsoft beschreibt für Power Automate unter anderem Fehlerzweige, Wiederholungsregeln und Benachrichtigungen. Für einen betrieblichen Ablauf müssen diese Funktionen fachlich ausgefüllt werden: Ein vorübergehend nicht erreichbares System kann einen begrenzten Wiederholungsversuch rechtfertigen. Eine ungültige Kundennummer braucht dagegen eine Korrektur. Nach den vorgesehenen Versuchen muss eine verantwortliche Person den Vorgang sehen und übernehmen können.

Bei einer unterbrochenen Verbindung kann unklar sein, ob das Zielsystem die Aktion bereits ausgeführt hat. Eine Wiederholung darf dann keinen zweiten Auftrag erzeugen. AWS erläutert dafür idempotente Schnittstellen: Wiederholte Aufrufe desselben Vorgangs verursachen keine zusätzlichen Wirkungen. Prüfen Sie diese Eigenschaft am tatsächlichen Übergabepunkt. Eine eindeutige Vorgangskennung hilft nur, wenn das empfangende System sie zur Erkennung von Wiederholungen auswertet.

Quelle: Microsoft Learn: Fehlerbehandlung in Power Automate · AWS Builders’ Library: Making retries safe with idempotent APIs

Hypothetisches Beispiel: Nach einer Freigabe entsteht genau eine Aufgabe

Ein frei konstruiertes Beispiel: Ein Betrieb möchte nach der internen Auftragsfreigabe automatisch eine Aufgabe für die Materialprüfung anlegen. Der Auftrag besitzt eine eindeutige Nummer. Die Automation prüft den Freigabestatus und die erforderlichen Angaben. Anschließend legt sie die Aufgabe an und speichert die Kennung des Zielvorgangs. Eine fehlende Materialangabe führt zu einer Rückfrage an die Auftragsbearbeitung.

Im Test wird dasselbe Freigabeereignis erneut zugestellt. Das erwartete Ergebnis ist weiterhin eine einzige Aufgabe. Auch eine nachträgliche Änderung braucht eine Regel: Aktualisiert sie die Aufgabe, erzeugt sie eine Rückfrage oder bleibt sie ohne Wirkung? Diese Entscheidung trifft der Fachbereich. Die Entwicklung setzt sie um und weist nach, dass zwei gleichzeitig eintreffende Meldungen ebenfalls keine doppelten Aufgaben erzeugen.

Den laufenden Aufwand in die Rechnung aufnehmen

Für eine erste Wirtschaftlichkeitsprüfung brauchen Sie die Zahl der geeigneten Vorgänge und die tatsächlich entfallende Bearbeitungszeit. Davon ziehen Sie die Zeit für Kontrolle, Ausnahmen und Betrieb ab. Betrachten Sie einen Zeitraum mit gewöhnlicher Auslastung; eine ungewöhnlich ruhige Woche eignet sich schlecht als Grundlage. Erfassen Sie zusätzlich, ob Fehler oder Rückfragen an anderer Stelle zunehmen.

Zu den Kosten gehören Einrichtung, notwendige Lizenzen und Anpassungen an verbundenen Systemen. Klären Sie, ob nach Datenmenge, Ausführungen oder Nutzern abgerechnet wird, ohne bereits mit einem ungeprüften Tarif zu kalkulieren. Eine Automatisierung mit wenigen Vorgängen kann trotzdem sinnvoll sein, wenn sie einen zeitkritischen Übergang absichert. Dieser Nutzen muss dann ausdrücklich als Ziel benannt und im Test geprüft werden.

Die Übergabe an den Betrieb vorbereiten

Die zuständige Person benötigt mehr als eine Erfolgsmeldung. Sie muss offene und fehlgeschlagene Vorgänge finden, den letzten abgeschlossenen Schritt erkennen und eine Fortsetzung veranlassen können. Dokumentieren Sie auch, wie der automatische Ablauf angehalten wird. Wenn während einer Störung manuell gearbeitet wurde, müssen diese Vorgänge vor dem Wiederanlauf abgeglichen werden.

Diese drei Prüfungen gehören vor die Freigabe für den Alltag. Wiederholen Sie betroffene Prüfungen später, wenn sich Regeln, Schnittstellen oder Berechtigungen ändern.

  • Normalfall, fehlende Pflichtangabe und doppelte Zustellung liefern jeweils das vereinbarte Ergebnis.
  • Ein Ausfall führt zu einer sichtbaren Meldung; die Vertretung kann den Vorgang übernehmen.
  • Der Wiederanlauf berücksichtigt bereits erledigte Schritte und manuell bearbeitete Vorgänge.

Quellen und weiterführende Informationen

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Fachliche Quellen sind am jeweiligen Abschnitt verlinkt. Beispiele veranschaulichen mögliche Abläufe und sind keine Kundenberichte.

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